Warum Zelttage?

Passt das noch in unsere Zeit? Was verbinden wir mit dem Begriff Zelt?
Das Wort stammt aus dem Altgermanischen und bedeutet so viel wie bedecken, umhüllen. Also eigentlich etwas durchaus Positives. Zelte bedeuteten für die Menschen einst sehr viel, waren doch all unsere Vorfahren Nomaden und so das Zelt ihr Schutz und Wärme bietender Rückzugsort.

Mit den Zelttagen wird der Versuch unternommen, den Menschen den christlichen Glauben wieder näher zu bringen. Das Zelt ist mobil, es kommt zu den Menschen – das kann das Gebäude Kirche nicht. Die Zelttage sind sozusagen ein niederschwelliger Zugang zum Glauben und heißen alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, egal welchen Alters, willkommen.

Wir leben in einer aufregenden Zeit, viele Menschen müssen neu lernen, zu sich zu kommen. Schlagworte wie Selbstachtsamkeit geistern durch die Medien und doch lassen wir uns allzu oft mitreißen vom täglichen Stress und Umtrieb, der unser modernes Leben auszeichnet. Da ist es wichtig, dass wir wissen, dass da etwas – oder jemand – an unserer Seite ist, der uns immer beisteht, zuhört. Wir müssen es nur zulassen.
Der Glaube in der Kirche leistet hier Enormes: In der Kirche, der christlichen Gemeinschaft, finden wir einen Ort der Geborgenheit, der uns Zuflucht bietet – eben wie in einem Zelt.

Ich lade Sie alle herzlich dazu ein, neugierig zu sein, die Zelttage zu besuchen. Und ich bin zuversichtlich: jede Besucherin, jeder Besucher wird etwas Wertvolles für sich mitnehmen.

Richard Bartsch
Bezirkstagspräsident